Atom One – „Masterpiece – Tales From The Cans“
(Superdope/Rough Trade)
Peter Parker ist Spiderman, Klark Kent ist Superman und der Lange ist und bleibt einfach Atom One, das Monster of Art. Mit „Masterpiece – Tales From The Cans“ halten wir nunmehr das dritte Solo Album des Too-Strong Altmeisters in unseren Händen, das uns tiefe Einblicke in das Seelenleben eines Writers verspricht.
Auf insgesamt 19 Songs zeichnet Atom One das facettenreiche Bild eines Mannes, der zwischen der zerstörerisch-schöpferischen Welt eines Writers und der pflichtbewussten Welt eines Vaters gefangen ist und manchmal von Selbstzweifeln zerfressen wirkt. Dabei sind die „Tales From The Cans“ keine erfundenen Geschichten sondern persönlicher Seelenstriptease des Hauptprotagonisten Atom One. Beinahe jeder Song strotzt vor Lebenserfahrung ohne dabei abgehoben zu klingen. Der vielzitierte erhobene Zeigefinger bleibt aus.
Ehrlichkeit, das ist es, was den Hörer auf „Masterpiece“ erwartet und diese Ehrlichkeit ist es auch, die dieses Album von geschätzten 90% aller anderen Deutschrapalben unterscheidet. Atom One muss niemanden mehr etwas beweisen, er kann sein wie er ist, auch wenn das oftmals bedeutet seinen weichen Kern offen zu legen. Damit punktet Atom One bei mir. Ich kann die Hin- und Hergerissenheit eines Writers zwischen Total Bombing und verantwortungsbewusstem Handeln fühlen. Zu den Highlights des Albums zählen für mich daher Songs wie „Schutzengel“, „Mein Sohn“ feat. Brenna, „Endzeitfarben“ feat. Pure Doze und „Live By The Cans“ feat. Skor82, dessen Strophe mich einfach total begeistert und eine Gänsehautstimmung a la „The Real Deal“ erzeugt.
Dem Pressetext nach eröffnet „Masterpiece“ den Reigen neuer Too Strong Veröffentlichungen. Ich sage nur: „Keep On – Too Strong!”











